Wilder geht immer!

Städte wagen Wildnis

Wildnislotsen

Flächen in und um die Städte Frankfurt am Main, Hannover und Dessau- Roßlau dürfen verwildern. Dies ist in der Kurzfassung, die Intention des Projekts „Städte wagen Wildnis“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz gefördert wird.
So erwachsen im Laufe der Zeit aus städtischen Grünräumen „wilde Orte“. Wie sich die Natur in einer vom Menschen gemachten Umwelt entwickeln wird, lässt sich nicht vorhersagen. Eines ist jedoch sicher: Wildnis bedeutet Vielfalt und Vielfalt schafft Stabilität.

Für diese Botschaft braucht es qualifiziertes Personal,

das die Besuchenden an die Hand nimmt. Es gilt u.a. zu vermitteln, dass verwildernde Flächen nicht mit verwahrlosten bzw. vermüllten Orten gleichzusetzen sind. Vielmehr entwickeln sich hier neuartige Landschaftsbilder, die für mehr Lebensqualität in urbanen Räumen sorgen sollen.
Wildnis muss also auch in den Köpfen beginnen, damit eine nachhaltige Akzeptanz in der Stadtbevölkerung entsteht.

Qualifizierte „WildnisLotsen (m/w)“ übernehmen somit die Aufgabe, die Hintergründe des Projekts zu erläutern, Wege in die Wildnis zu weisen und die Menschen für Stadtwildnis zu begeistern und zu gewinnen.

INFOVERANSTALTUNGEN

Freitag, 3. November | 19 Uhr und
Montag, 6. November | 19 Uhr.

Im „Grünen Klassenzimmer“ am Alten Flugplatz Bonames/Kalbach.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

WildnisLotse kann grundsätzlich jede(r) werden.

Es gilt ein Team für die Saison 2018 zusammen zu stellen, das in den entsprechenden Projektflächen im Nordpark und am Monte Scherbelino zum Einsatz kommt.

 

MODUL 1

Freitag, 24. November 2017 | 17 bis 21 Uhr
Samstag, 25. November 2017 | 10 bis 14 Uhr

Who is who?

Am ersten Wochenende erfahren die Teilnehmenden, welchen Stellenwert die Fortbildungsreihe innerhalb des Projekts „Städte wagen Wildnis“ hat. Außerdem steht eine Exkursion in die Projektgebiete Frankfurts auf dem Programm, um sich selbst ein Bild vom künftigen Einsatzgebiet zu machen. Vorgestellt werden außerdem die Aufgaben- und Handlungsfelder des Wildnislotsen.

 

MODUL 2

Samstag, 2. Dezember 2017 | 9 bis 18 Uhr
Sonntag, 3. Dezember 2017 | 10 bis 14 Uhr

Into the wild

An diesem Wochenende sitzen die Teilnehmenden alle in einem Boot bzw. auf einem selbstgbauten Floß. Während der Flussreise werden Methoden zur Landschaftsanalyse vorgestellt und ausprobiert. Die Fahrt auf der Nidda lässt auch genügend Zeit und Raum, um die Begriffe Wildnis, Natur- und Kulturlandschaften zu diskutieren. Willkommen an Bord.

 

MODUL 3

Samstag, 27. Januar 2018 | 9 bis 18 Uhr
Sonntag, 28. Januar 2018 | 10 bis 14 Uhr

Die Wahrheit liegt beim Empfänger

Wildnislotsen arbeiten in und mit der Öffentlichkeit. Sie sind vor allem Botschafter und Überbringer von Informationen aller Art. Dass Kommunikation nicht immer störungsfrei funktioniert, gehört zum (Arbeits)Alltag. Worauf es bei der Gesprächsführung ankommt und welche Rolle Mimik und Körpersprache spielen sind die Themen an diesem Wochenende. Geübt wird in Rollenspielen und live vor Ort. Und: auch Zuhören will gelernt sein.

 

MODUL 4

Samstag, 3. März 2018 | 9 bis 18 Uhr
Sonntag, 4. März 2018 | 10 bis 14 Uhr

An die Hand genommen

Wildnislotsen sind auch Umweltbildner. Wie sich Themen nachhaltig transportieren lassen und wie der Funke auf die andere Seite überspringt, will gelernt sein. Abhängig von den unteschiedlichen Zielgruppen werden an diesem Wochenende nicht nur Tipps und Tricks für eigene Führungen und Aktionen vermittelt. Die anschließend geplanten Formate werden auch gleich im Feld erprobt.

 

MODUL 5

Samstag, 10. März 2018 | 9 bis 18 Uhr
Sonntag, 11. März 2018 | 10 bis 14 Uhr

Kröte oder Frosch, Biber oder Nutria?

Im letzten Modul liegt der inhaltliche Schwerpunkt im Reich der Amphibien- und Vogelwelt, sowie der Botanik. Wissenswertes und Kurioses aus der Welt von Storch und Storchschnabel wird von verschiedenen Spezialisten unterhaltsam präsentiert, die auch selbst mit dem Projekt „Städte wagen Wildnis“ beschäftigt sind. Ein kritischer Rückblick auf die Fortbildungsreihe und vor allem die künftige Einsatzplanung runden das Wochenende ab.

 

Für weitere Auskünfte und Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an:

Torsten Jens
Telfon: 069 50 68 99 72
E-Mail: kontakt@naturschule-hessen.de

Die Kursgebühr beträgt 250 Euro und kann durch Einsatzvergütung in Raten abgezahlt werden.
Die Teilnahme an allen Modulen ist ausdrücklich erwünscht.
Anmeldeschluss: 13. November 2017

 

» Das Anmeldeformular können Sie sich hier herunterladen.

 

WildnisLotsen im Einsatz